Hybridrakete HERA

Das Projekt HERA zielte auf die Entwicklung einer kleinen experimentellen Rakete auf der Basis der hybriden Treibstoffstoffkombination Polyisopren/Rotrauchende Salpetersäure unter den Randbedingungen einer realistischen Entwicklungsumgebung und äußerst begrenzten Ressourcen ab. Wesentliche Aspekte waren die hybride Innenballistik, die Leistung des Antriebs, die Werkstoffauswahl für die Entspannungsdüse und praktische, konstruktive Anforderungen durch ein flugfähiges Gerät. Das Leistungsziel war eine Reichweite von 20 km, bei einer Startmasse von weniger als 70 kg. Die Kombination von festen und flüssigen Treibstoffen in einem eigentümlichen Mischraketenantrieb versprach Vorteile bezüglich Zuverlässigkeit, Sicherheit und Kosten, kombiniert mit einer positiven Umweltcharakteristik gegenüber den etablierten flüssigen und Feststoffraketenantrieben (siehe Bewertung des hybriden Raketenantriebs). Der Entwurf und die Ausführung der ungelenkten, ballistischen Experimentalrakete HERA sind wie die Ergebnisse der Entwicklungsarbeiten sind auf zahlreichen Seiten im Einzelnen dokumentiert.

Beginnend mit einer orientierenden Phase mit Vorversuchen in Lampoldshausen in den Jahren 1987-1988 wurde die Arbeiten im Zeitraum 1989-1992 intensiviert und auf das Raketenprüffeld Trauen der ERNO Raumfahrttechnik GmbH verlagert. Die Arbeiten wurden im wesentlichen in Eigenregie durchgeführt und durch geringe Eigenmittel und umfangreiche finanzielle, materielle und personelle Unterstützung verschiedener Sponsoren finanziert.

Bilder: Hybridrakete HERA